3. März 2017

Tag des Artenschutzes

by pixeln.de/Günther Gumhold

Täglich verschwinden Arten unwiderruflich von unserem Planeten. Noch viel mehr Tiere und Pflanzen jedoch sind vom Aussterben bedroht. Die Rote Liste der Weltnaturschutzunion IUCN weist derzeit etwa 24.000 (!) Tiere und Pflanzen auf, die in ihrem Bestehen gefährdet sind. Überfischung, Klimawandel, Wilderei oder auch die industrielle Landwirtschaft in ihrer derzeitigen Form unter Einsatz von Pestiziden und Überdüngung sind nur einige Ursachen, die für den rapiden Rückgang vieler Arten verantwortlich sind. Die Ursachen für den Artenschwund sind vielseitig und bedürfen eines sektorübergreifenden Lösungsansatzes. Denn der Umgang mit unserem Planeten hat nicht nur gravierende Folgen für Umwelt, Tiere und Pflanzen, sondern auch für die Menschen.

„Ein Umdenken in Landwirtschaft und Verkehr sowie ein verantwortungsvoller Umgang beim Verbrauch von Flächen und Ressourcen ist unabdingbar, um dem globalen Artensterben auf ganzheitlicher Ebene zu begegnen. Denn beim Schutz der Biodiversität geht aus auch um unsere eigene Zukunft“, so Birgit Menz, MdB, natur- und tierschutzpolitische Sprecherin, DIE LINKE. 

Deutlich werden die negativen Konsequenzen vor allem beim Schwund der Vielfalt von Insekten. Besonders Bestäuber wie Bienen stehen exemplarisch für die Vielfalt der Ursachen, die das Artensterben beschleunigen. Der Einsatz von Pestiziden oder der Klimawandel sind mitverantwortlich für das voranschreitende Insektensterben. Dabei leisten Biene, Schmetterling und Co. einen äußerst wichtigen Beitrag zur globalen Nahrungsmittelsicherheit. Wie der Weltrat für biologische Vielfalt IPBES darlegt, sind bestäubende Insekten weltweit für Nahrungsmittel im Wert von 213 bis 523 Milliarden Euro verantwortlich. 

"Weltweit sind Bienen, Schmetterlinge und zahlreiche andere Bestäuber vom Aussterben bedroht. DIE LINKE fordert auch aus diesem Grund schon seit langem einen sozial-ökologischen Umbau. Dabei stehen der Erhalt von Flora und Fauna sowie die Sicherung einer gesunden und nachhaltigen Lebensgrundlage für die Menschen im Vordergrund. Pestizide, die Bienen und andere für das Ökosystem wichtige Insekten töten, gehören weder in den Honig noch in andere Lebensmittel. Es bedarf daher alternativer Anbaumethoden, die ohne Chemiecocktails auskommen, um Bienen und Schmetterlinge sowie deren Leistungen zu bewahren", so Birgit Menz weiter.