22. Juni 2017

Antrag der LINKEN für ein Verbot wild lebender Tiere in Zirkussen im Ausschuss abgelehnt

Am 21.07.2017 wurde im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit der Antrag „Verbot der Haltung wild lebender Tierarten in Zirkussen“ (BT-Drs. 18/12088) der Fraktion DIE LINKE debattiert und abgestimmt.

Mit dem Antrag macht DIE LINKE darauf aufmerksam, dass die Haltung wild lebender Tierarten wie beispielsweise Löwen, Elefanten oder Tiger in einem auf Mobilität angewiesenen Unternehmen wie einem Zirkus in einer artgerechten Weise nicht möglich ist. Während DIE GRÜNEN dem Antrag zustimmten, konnte die Koalition sich nicht dazu durchringen, sich den Forderungen der LINKEN anzuschließen. 

„Bereits in den Jahren 2003, 2011 und zuletzt im März 2016 hat schon der Bundesrat der Bundesregierung die Empfehlung gegeben, ein Haltungsverbot für bestimmte wild lebende Tierarten in Zirkussen auszusprechen. Bis heute ist diesbezüglich immer noch nichts passiert – daran hat leider auch unser Antrag noch nichts ändern können“, so MdB Birgit Menz, tierschutzpolitische Sprecherin, DIE LINKE im Bundestag.

„Allein innerhalb der Europäischen Union haben inzwischen 18 Länder die Haltung von Wildtieren in Zirkussen verboten oder deutlich eingeschränkt. Aber auch in Ländern wie beispielsweise Indien, dem Iran oder Israel ist dies der Fall. Mit ihrer derzeitigen Haltung läuft die Bundesregierung ihren Ansprüchen hinterher, eine internationale Vorreiterrolle in Sachen Tierschutz einnehmen zu wollen“, so Menz weiter.